Friedrich Wilhelm wurde am 30.3.1818 in Hamm/Sieg (Westerwald) geboren. Er war das siebente von neun Geschwistern. Der Vater Gottfried Friedrich Raiffeisen war Landwirt und zeitweilig auch Bürgermeister in Hamm. Seine Familie lässt sich im schwäbisch-fränkischen Raum bis ins 16. Jahrhundert nachweisen. Die Familie der Mutter Amalie Christiane Susanna Maria, geb. Lantzendörffer, stammt aus dem Siegerland.

F.W. Raiffeisen 1842
Der junge Raiffeisen wählte als Beruf die militärische Laufbahn; sie führte ihn nach Köln, Koblenz und Sayn. Ein beginnendes Augenleiden zwang ihn 1843, den Militärdienst aufzugeben und in den Verwaltungsdienst überzuwechseln. Nach kurzer Ausbildung wurde er 1845 kommissarischer Bürgermeister der 25 Gemeinden umfassenden Amtsbürgermeisterei Weyerbusch im Westerwald.
Im gleichen Jahr heiratete Raiffeisen die Apothekertochter Emilie Storck aus Remagen am Rhein. Von sieben Kindern aus dieser Ehe starben drei sehr früh. Die älteste Tochter Amalie blieb unverheiratet und war länge Jahre Raiffeisens treue Sekretärin. Der Sohn Rudolf war von 1889 bis 1892 Generalanwalt der Raiffeisen-Organisation.
Aufgrund seiner Leistungen wurde Raiffeisen 1848 Bürgermeister in der größeren Gemeinde Flammersfeld und 1852 in Heddesdorf bei Neuwied.
Raiffeisens Frau starb 1883 nach langem Herzleiden im Alter von 36 Jahren. Bei einem Krankenbesuch während einer Typhusepidemie infizierte sich Raiffeisen. Als Folge verschlimmerte sich sein Augenleiden so sehr, dass er Ende 1865 im Alter von erst 47 Jahren in den Ruhestand treten musste.
Die geringe Pension reichte nicht für den Lebensunterhalt der Familie Raiffeisen aus. Raiffeisen versuchte daher, zunächst mit einer kleinen Zigarrenfabrik, dann mit einer Weinhandlung, zusätzliche Einkünfte zu erzielen.
1861 heiratete er die Witwe Johanna Maria Panseroth. Sie überlebte ihn um 12 Jahre; die Ehe blieb kinderlos. Am 11.3.1888, kurz vor Vollendung seines 70. Lebensjahres, starb Friedrich Wilhelm Raiffeisen in Neuwied-Heddesdorf.

Das Werk

Der Mensch

F.-W. Raiffeisen

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